"Ger - Die mongolische Jurte" von Lizzy Mayrl



Aus den Oberflächenbauten sind in weiterer Folge Fußboden und erhöhter Sockel hervorgegangen.
"Es scheint, daß die Entwicklung der Wohnstätten im Neolithikum von der ziemlich tiefen Höhle zu einer weniger tiefen Höhle gegangen ist, die mit Mauern versehen dann zu einer halb - unterirdischen Wohnstätte wurde. ..Daß Grubenhäuser und Oberflächenbauten gleichzeitig bestanden haben, läßt sich wahrscheinlich mit der Anpassung an den Jahreszeitenzyklus erklären."
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3.2. Die Trennung von Dach und Wand

Die Wände der Grubenwohnungen wurden entweder durch den Erdwall selbst gebildet oder die fast senkrechten Wände mit rohen Steinplatten verstärkt. Die Täfelung der Wände ist durch Grabungen in einer Siedlung im Gebiet des Chanka Sees in der Mandschurei überliefert. Datiert wurden die Siedlungsreste auf das Ende des 2.Jahrtausends v.Chr..13

Generell kann festgestellt werden, daß die Bildung der Wand entweder aus dem Erdreich selbst, oder durch das bis zum Boden abfallende Dach, oder durch das Dach stützende Elemente erfolgte.
Funde aus Japan zeugen von Dächern, die bis auf den Boden hinab reichten, d.h. es bestand keine Trennung zwischen Wand und Dach. Die Dachstangen aus Holz wurden tief in den Boden getrieben und oben kreuzweise zusammengebunden. Die Hüttenfundamente waren unterirdisch angelegt. 14 (Abb.13)

    Abb.13) runde oder eckige Hütten mit versenktem Fußboden, Japan, Jomon - Periode

12  zitiert nach: Vergara, Paola Montari: "China": In: Bussagli, Mario (Hg.): "Weltgeschichte der Architektur China Japan Korea Himalaja.", Stuttgart 1985, S.152
13  Vg1.:Brentjes, Burchard: "Schamanenkrone und Weltenbaum: Kunst der Nomaden.Nordasiens.". Leipzig 1989, S.80
14  Vgl.: Vergara, P.M.: "Japan.", In: Bussagli,M. (Hg.): "Weltgeschichte der Architektur China Japan Korea Himalaja.", Stuttgart, S. 163
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Leseprobe aus:
"Ger - Die mongolische Jurte"
Lizzy Mayrl, 1998, 160 Seiten
Diplomarbeit an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien

25,00 €
zu erwerben bei Filzrausch